Grüner Kongopapagei

(Poicephalus gulielmi, Jardin)

(Foto rechts mit freundlicher Genehmigung H. Bültena)

Aussehen:
Der  grüne Kongo hat eine Größe von ca. 29 cm. Sein Schwanz ist, wie bei allen Langflügelpapageien, rechteckig und kurz und die Flügel haben eine so große Spannweite das sie locker im sitzenden  "eingeklappten" Zustand der Flügel den ganzen Rücken bis hin zum Schwanz bedecken. Die Färbung ist dunkelgrün, wobei Stirn, Flügelrand und Unterschenkel orange gefärbt sind. Der Schnabel  ist weißlich bis Hornfarben. Zwischen Henne und Hahn gibt es keine Äußeren Unterschiede. Jungtiere haben bis zur Geschlechtsreife keine orangefarbene Zeichnung.

Vorkommen:
Die  Heimat der grünen Kongos ist Afrika. Die Population in den verschiedenen Gegenden ist unterschiedlich dicht, dafür aber stabil. In Gefangenschaft gibt es die grünen Kongos eher selten, da sie schwer zu züchten sind.

Lebensweise:
Grüne  Kongos sind Waldbewohner die in Bergwäldern in Höhen von über 2500 m leben. Ihre Nahrung suchen sie in einem Radius von 60km rund um ihren Schlafplatz. Zur Nahrung in freier Natur gehören Nüsse, Samen, Beeren,  Früchte und sogar Larven. Gebrütet wird in der Regenzeit, die von November bis März ist.

Eingewöhnung: 
Die Eingewöhnung der Tiere soll laut Literatur Probleme bereiten. Grüne Kongos reagieren sehr sensibel auf ihre neue Umgebung. So müssen sie sich vielleicht erst auf das neue Futter einstellen und sind eben anfangs etwas zurückhaltend. Bei uns war dies jedoch anders. Die Henne benötigte kaum einen Tag, um sich an uns zu gewöhnen. Allenfalls ihr schlechter Zustand bereitete Probleme. Der Hahn benötigte einen Monat, bis er uns aus der Hand fraß.

Laute:
Die grünen Kongos haben eine laute Stimme. Vor allem wenn die Vögel fliegen, schreien sie, um auf sich aufmerksam zu machen. Ansonsten machen sie den ganzen Tag eher leise Geräusche, die sich wispernd anhören. Bei Streitereien kann es schon etwas heftiger zugehen. Sprechen können grüne Kongos auch, jedoch ist dies eher die Ausnahme. Meist ahmen sie Geräusche nach.

Ernährung:
Die Vögel ernähren sich fettreich. Sonnenblumenkerne und Nüsse machen 60 % der Körnermischung aus. Allerdings muss man Fettleibigkeit verhüten. Da die Vögel sich weniger bewegen als in der Natur, gibt es auf ihrem Speiseplan  etwas weniger Sonnenblumenkerne. Natürlich darf das tägliche Obst und Gemüse nicht vergessen werden sowie das tierische Eiweiß, das einmal die Woche, zum Beispiel in Form von naturreinem Joghurt, gegeben werden kann.

Lebenserwartung: 
Das Alter der Tiere in Gefangenschaft ist bisher noch nicht gänzlich bekannt. Meist werden ca. 60 Jahre angegeben.

Charakter:
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Vögel sehr anhänglich sind und ihre täglichen Kuschelstunden brauchen. Die Henne schläft auch gerne mal "im Arm" ein. Natürlich haben die Vögel auch ihren eigenen Kopf. Wenn sie nicht rauswollen, dann wollen sie einfach nicht, aber das ist ja völlig normal. Sie sind intelligent und wissen schnell, was man von ihnen will. Süße Gesten sind an der Tagesordnung und man kann einen Riesenspaß mit den Tieren haben! Unsere Henne ist superzahm. Der Hahn, den wir noch nicht so lange haben, frisst uns schon aus der Hand und lässt sich ein wenig streicheln.