Gelbbrustara


Gelegegröße: 2-3     
Brutdauer: 26-30 Tage
Fütterung: Fertigmischung für Papageien und Frisches
Grün, Obst, Maiskolben, Möhren, Zweige
Größe: ca. 90 cm


Beschreibung:
Gefieder: Oberseite blau, Brust und Bauch goldgelb. Stirn grün, über den Kopf bis zum Nacken nach blau verlaufend. Wangen weiß, unbefiedert, jedoch von einigen Reihen kleiner schwarzer Strichelfedern besetzt, die vom Zügel ausgehen. Wachshaut rosa, unbefiedert. Kehle schwarz, mit einer schmalen grünen Abgrenzung zum Gelb des Körpers. Das Gelb der Brust reicht um die Kehle bis zu den Ohrdeckfedern. Flügelunterseite grünlich-gelb. Schwanzoberseite blau, Unterseite gelblich gestuft.
Schnabel: schwarz
Füße: dunkelgrau
Iris: elfenbeinfarben Die Länge des Gelbbrustaras beträgt etwa 86 cm. Die Färbung beider Geschlechter ist gleich, doch soll der Schnabel des Weibchens kleiner, der Schädel schmaler und abgerundeter sein. Jungvögel haben in den ersten 8 Wochen einen helleren Schnabel und die Haut ihrer Wangen ist rosa. Die Iris bleibt noch lange dunkel und erreicht das helle Gelb erst mit 5 bis 7 Jahren gleichzeitig mit der Geschlechtsreife des Vogels. Der Gelbbrustara wurde wohl am zahlreichsten eingeführt und war recht leicht zu zähmen.        
Wegen des Ausfuhrverbots in den meisten seiner Heimatländer werden Sie bei uns auf Anfrage jetzt nur noch hier nach gezüchtete Tiere bekommen. Der Gelbbrustara hat ein freundliches Wesen, ist intelligent und hat meistens ein passables Nachahmungstalent. All diese Eigenschaften machten und machen ihn sehr beliebt. Diesen Vogel allerdings als Einzeltier in einem Käfig oder auf einem Kletterbaum zu halten, ist heute kaum noch vertretbar. Er sollte paarweise in einer großen Zimmervoliere gehalten werden, in der sich die Vögel frei bewegen können. Wer einen Garten hat, könnte auch in diesem eine Voliere mit angeschlossener Innenvoliere für die Vögel schaffen. Ihre Rufe sind recht laut kreischend, jedoch meistens nur für kurze Zeit morgens und abends.

Lebensweise:
Gelbbrustaras bewohnen Wälder in unmittelbarer Nähe von Flussläufen oder mit Palmen bewachsene Sumpfgebiete. Außerhalb der Brutzeit leben die Gelbbrustaras in Familienverbänden oder kleineren Gruppen mit bis zu 20 Vögeln, sie werden auch oftmals gemeinsam mit Grünflügelaras (Ara chloroptera) und hellroten Aras (Ara arakanga) gesehen. Die Tiere übernachten gemeinsam auf Schlafbäumen, morgens gehen sie in kleinen Gruppen auf Nahrungssuche.        
Gelbbrustaras ernähren sich von Früchten, Beeren, Nüssen und Grünpflanzen aller Art, wobei sie offenbar den Früchten verschiedener Palmenarten (vor allem der Gattungen Mauritia, Oreodoxa, Astrocaryum, Bactris und Maximilianea) den Vorzug geben. Man trifft sie auch regelmäßig an den sogenannten "Barreiros" an. "Barreiros" sind Stellen, an denen die Vögel besonders mineralhaltige Erde aufnehmen. Die Brutzeit liegt zwischen Februar bis April, lediglich in Guayana ist der Zeitpunkt variabel.

Brutverhalten:
Das Weibchen legt fast immer 2 oder 3 weiße Eier pro Brut. Als Nistgelegenheit werden ausgehöhlte Baumstämme ab etwa 80 cm Höhe, Kästen aus dicken Brettern und sogar Holzfässer mit einer Lage Hobelspäne auf dem Nestboden angenommen. Das Brüten besorgt das Weibchen alleine und nach 25 Tagen schlüpft das erste Junge, die anderen mit jeweils mehreren Tagen Abstand. Nach einem Vierteljahr verlassen die Jungvögel das Nest und sind 3 Wochen später selbstständig.        
Die Ernährung besteht aus vielen mehlhaltigen sowie aus wenigen fetthaltigen Sämereien, ferner aus Obst, Gemüse und Mineralien. Viele Gelbbrustaras sind nicht zum Baden in einer Schale zu bewegen. Um ihnen dennoch ein Bad zu ermöglichen, werden die Vögel regelmäßig mit Wasser aus einem Blumensprüher besprüht.

Verbreitung:
Der Gelbbrustara, Ara ararauna, wird auch Ararauna genannt. Er hat ein riesiges Brutgebiet und kommt vom Osten Panamas über Kolumbien und Ecuador bis Argentiniens sowie von Venezuela über Guayana, bis in den Mato Grosso Brasiliens vor.

Gefangenschaft:
Gelbbrustaras benötigen eine große Unterkunft. Mindestmaß: 4 m x 2 m x 2 m, besser: 6 m x 4 m x 2 m (Länge x Breite x Höhe). Die Umgebungstemperatur darf bei akklimatisierten Vögeln 10 Grad nicht unterschreiten. Es kommt nur die paar- oder gruppenweise Haltung in Frage, für die Einzelhaltung sind Gelbbrustaras ungeeignet. Sie vertragen sich meistens auch gut mit anderen Großara-Arten, wie z.B. mit Grünflügelaras (Ara chloroptera) oder Hellroten Aras (Ara macao).        
Die Tiere brauchen viel Beschäftigungsmaterial wie z. B. frische Zweige. Zumindest wöchentlich sollten die Vögel abgeduscht werden. Manche Tiere baden auch gerne in einer entsprechend großen Schale. Außerdem ist für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit (mindestens 60 %) zu achten. besteht meist aus 2 Eiern, die 26-28 Tage lang bebrütet werden. Nach ca. 100 Tagen fliegen die Jungvögel aus und bleiben vermutlich anschließend noch längere Zeit bei den Eltern.

Zucht:
Bei dieser Ara-Art sind die besten Zuchterfolge erzielt worden. Das Paar muss zur Brutzeit unbedingt von anderen Vögeln isoliert werden. Auch der Pfleger muss sich stark zurückziehen, nicht selten sind Gelbbrustaras auch gegen Menschen sehr aggressiv. Nistkastenmaße: 120 cm x 60 cm x 60 cm, Durchmesser des Einschlupfloches: 22 cm. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern, die Brutdauer beträgt ca. 25 Tage. Die Eier werden vom Weibchen bebrütet, während das Männchen den weiblichen Vogel füttert. Der Oberschnabel der Jungvögel ist in den ersten 15 Tagen hornfarben und verfärbt sich dann erst langsam schwarz.        
Im Alter von 25 Tagen brechen die ersten Federkiele durch, mit ca. 6 Wochen sind die Jungvögel vollständig befiedert. Nach rund 3 Monaten verlassen die Jungtiere den Nistkasten und werden anschließend noch längere Zeit von den Elternvögeln umsorgt. Mischlinge der Art mit Grünflügelaras (Ara chloroptera), Hellroten Aras (Ara macao) und Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus) sind bekannt. Es sollten grundsätzlich jedoch nur artgleiche Tiere verpaart werden.