Mohrenkopfpapagei


Gelegegröße: 2-3
Brutdauer: 26-28 Tage
Fütterung: Fertigmischung für Papageien und Frisches Grün, Obst, Maiskolben, Möhren, Zweige
Größe: ca. 24 cm

Beschreibung:
Der Mohrenkopfpapagei gehört zur Gattung der Langflügelpapageien, der neun Arten angehören. Er kommt in drei Unterarten vor.

1. Unterart: Poicephalus s. senegalus (Nominantform). Der Kopf und das Gesicht sind grau bis dunkelgrau. Die Ohrdecken sind silbergrau. Der Bauch, die Unterflügel und die Unterschwanzdecken sind leuchtend gelb, das sich in der Bauchmitte zu einem orange vertieft. Die Schwungfedern und der Schwanz sind dunkelbraun bis olivgrün. Die Schenkel und ein schildförmiges Brustband sind leuchtend grün. Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwarz. Bei adulten Tieren ist die Iris gelb. Der nackte Augenring schwarzgrau.

2. Unterart: Poicephalus s. versteri. Diese Unterart gleicht der Nominantform, das Grün an der Oberseite ist etwas dunkler und der Bauch orangerot.

3. Unterart: Poicephalus s. mesotypus. Wie die Nominantform, aber das Grün ist blasser und reicht von der Brust bis in den Bauchbereich, der Bauch ist orange. Mohrenkopfpapageien weisen keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale auf.

Verbreitung:
Verbreitung aller Unterarten: Senegal, Gambia, Guinea-Bissau und Guinea. Elfenbeinküste und Ghana ostwärts bis Westnigeria. Ost- und Nordost-Nigeria, Nord Kamerun und Südwesttschad. Mohrenkopfpapageien sind meist standorttreu und unternehmen oft nur lokale Wanderungen wegen des Nahrungsangebotes. Mohrenkopfpapageien wurden schon bis zu einer Höhe von 1000m angetroffen und haben in der Landwirtschaft große Schäden in den Mais und Hirsefeldern anrichten.

Ernährung:
Das Futter sollte täglich zu mindestens 20 % aus Früchten der Saison (Äpfel, Weintrauben, Gemüse, Karotten, frischer Mais, Orangen, Kürbis, Granatäpfel, Kiwi, Mandarinen, Banane u.v.m.) bestehen. Gekochter Mais und Bohnen werden von den Jungvögeln besonders gerne genommen. Altvögel sind jedoch schwierig an neue Nahrung heranzuführen.         
Auch wild wachsende Samenstände und Wildgräser, sowie Vogelmiere, Gänsedistel und junger Löwenzahn bieten die Anwechslung die beim Mohrenkopfpapagei besonders wichtig um etwas für das Wohlbefinden zu tun. Im Herbst werden dann auch gerne vollreife Holunderbeeren, Feuerdornbeeren und Ebereschen als vitaminreiches Kosten angenommen. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminen ist dabei nicht notwenig. Sie lieben auch Kolbenhirse, die auf ihrem Speiseplan nicht fehlen sollte.

Lebensweise:
Der Lebensraum von Mohrenkopfpapageien sind offene Waldgebiete und die Baumsavanne. (Savanne = Vegetationsformation in wechselfeuchten Tropenbereich beiderseits des Äquators, überwiegend Grasland mit Gebüschen, Baumgruppen und Einzelbäumen, seltener Gebüsch- und Baumformationen. Während der Regenzeit herrscht üppiges Wachstum, in der Trockenzeit verdorrt die Vegetation) Er lebt außerhalb der Brutzeit allein, in Paaren oder in kleinen Gruppen von 10 bis 20 Vögeln . Hierbei ist er sehr scheu, hat eine große Fluchtdistanz und ist durch seine Färbung meist gut getarnt, wenn er in den bäumen sitzt, daher ist er oft nur im Flug zu sehen dann aber laut schreiend.         
Der Flug ist nicht sehr schnell. Aus Gründen der Nahrungsaufnahme zieht er umher. Seine Laute bestehen aus kurzen Schreien und hohen Pfeiftönen wobei der Alarmschrei eher rau und hart klingt. Der Bestand ist sicher, wobei Schwankungen vom Nahrungsangebot abhängen. Die Brutzeit ist von September bis November. Genistet wird in sehr hohen Baumhöhlen, näheres dazu ist mir nicht bekannt. Als Nahrung dienen dem Mohrenkopfpapagei Früchte (vor allem Feigen), Samen verschiedener Bäume, Knospen und Getreide. In Anbaugebieten fressen sie gerne Hirse, Mais und Erdnüsse.

Gefangenschaft:
Eine ideale Unterbringung ist eine ruhige und geschützte Voliere von 2,5 m x 1 m x 2 m; möglich ist auch ein sehr großer Kistenkäfig von 1,5 m x 0,8 m x 1,2 m. Die Temperatur bei der Überwinterung sollte nicht unter +10C° bis +12C° liegen, manche Züchter halten sie bis zu +5C° im Freien, aber dann mit einem Nistkasten als Schlafplatzmöglichkeit. Zur Zuchtzeit sollte die Temperatur möglichst nicht unter +15C° fallen. Die Mohrenkopfpapageien zählen zu den mittellauten Papageien, die unbeobachtet recht lebhaft sein können. Junge Tiere können sehr liebe, zahme und anhängliche Vögel werden, an denen man große Freude hat. Alte Wildfänge (Importtiere/Naturbruten) bleiben dagegen recht störrisch und ewig ängstlich, mitunter legen sie ein panikartiges Verhalten beim Nahen des Pflegers an den Tag. Junge Vögel lernen Worte nachahmen, wenn auch nicht immer deutlich; die meisten Mohrenköpfe können besser pfeifen. Anderen Arten gegenüber sind sie meist verträglich, verteidigen aber ihr Revier aufs äußerste. Mohrenkopfpapageien benötigen wie alle Papageien regelmäßig (ca. alle 6 Wochen) frisch unbehandelte, ungiftige Naturäste (z.B. Haselnuss, Weide, Birke, Hainbuche, Ahorn, Erle, Linde, Obstbäume, morsches Holz...) zum Benagen. Die Äste sind gut für die Krallen und nutzen diese auf natürliche Weise ab. Zusätzlich versorgen sie die Vögel beim Benagen mit Vitaminen und Mineralien.

Zucht:
Die Paare brüten bis zu drei Mal im Jahr in einem bodennahen Loch, drei bis vier Eier pro Gelege. Die Brutdauer liegt bei 27-28 Tagen. Es sollte darauf verzichtet werden mehrer Paar in einer Voliere zu halten, da es gerade während der Balzzeit zu tödlich verlaufenden Kämpfen unter den Rivalen kommen könnte.