Hellroter Ara


Gelegegröße: 2-4     
Brutdauer: 26-30 Tage
Fütterung: Fertigmischung für Papageien und Frisches Grün, Obst, Maiskolben, Möhren, Zweige
Größe: ca. 85 cm

Verbreitung:
Hellroter Ara / Ara m. macao: nördliches Costa-Rica südwärts bis Ost-Panama; Nordwest-Kolumbien; östlich der Anden von Ost-Kolumbien und Venezuela über Ekuador und Peru, südwärts über Guyana, Surinam und Französisch Guayana bis zur brasilianischen Provinz Mato Grosso und Santa Cruz, Bolivien; Mischzone mit Ara m. cyanoptera im südlichen Nicaragua und nördlichen Costa Rica Nördlicher Hellroter Ara / Ara m. cyanoptera: Süd-Nicaragua nordwärts über Zentral-Amerika bis nach Süd-Tamaulipas und Oaxaca, Mexiko

Beschreibung:
Der hellrote Ara (Ara macao) lebt gesellig in den tropischen Regenwäldern und Savannen Südamerikas. Er ernährt sich von Knospen, Blüten, Rinde, Grassamen, Körner, Beeren und Früchten. Er wird ca. 85 cm groß und gehört zu den größten und buntesten Papageien.  +++Fehlender Text schon in der alten Website+++ und Handschwingen zur Spitze hin violettblau; äußere fünf Armschwingen mit rotem Flügelspiegel; Schwanz grün mit gelblicher Spitze; Basis der äußeren Schwanzfedern rot; nackter Augenring weißlich-grau; Schnabel dunkelgrau; Iris orange; Füße grau; keine äußeren Geschlechtsmerkmale Jungvögel mit matteren Farben; Kopf mit nur wenig ausgeprägter Blau- und Gelbfärbung, gelegentlich vollständig grün; Iris dunkel.

Lebensweise:
Hellrote Aras bewohnen Regenwälder, offene Wälder und Baumbestandene Savannengebiete der tropischen Zone, in Höhen von bis zu 1000 Metern. Sie scheinen sich vorzugsweise entlang von Flussläufen aufzuhalten. In Mittelamerika können die Hellroten Aras auch in trockenen Tiefland- und Hügelgebieten der Pazifikküste sowie in Dornbuschzonen und Kulturflächen beobachtet werden. In manchen Gebieten des Verbreitungsgebietes, in denen die ursprüngliche Vegetation noch weitgehend unberührt ist, sind die Aras noch relativ häufig anzutreffen. Vor allem in Mittelamerika wurden sie jedoch in weiten Teilen bereits ausgerottet. Die Ursachen für den Bestandsrückgang sind der Wildvogelhandel, die Jagd und die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes. Hellrote Aras leben paarweise, in kleinen Familienverbänden oder auch in Gruppen von bis zu 30 Vögeln. Auf den Schlafplätzen und vor allem an den Lehmwänden kommt es gelegentlich zu größeren Ansammlungen von mehreren hundert Tieren. An diesen Plätzen werden sie des weiteren oftmals zusammen mit Gelbbrustaras (Ara ararauna) und Grünflügelaras (Ara chloroptera) gesehen. Paare sind innerhalb einer Gruppe meist gut anhand des Verhaltens zu erkennen. Die Nahrung der Hellroten Aras besteht aus einer Vielzahl von Früchten, die sowohl im reifen als auch im unreifen Zustand gefressen werden. Außerdem werden Nüsse (z.B. Paranüsse, Palmnüsse), Samen, Beeren, Blüten und gemüseartige Pflanzen aufgenommen. Ein weiterer Bestandteil der Nahrung ist mineralhaltige Lehmerde, die vermutlich eine entgiftende Wirkung auf den Körper besitzt. Manche Futterbestandteile (z.B. unreife Früchte) enthalten wahrscheinlich leicht toxische Substanzen, welche durch die Lehmerde neutralisiert werden können. Hellrote Aras suchen diese Lehmwände nahezu täglich auf. Die Brutsaison liegt in Südamerika und Panama zwischen Oktober und März, in Mittelamerika verschiebt sich die Brutzeit zwischen Februar und Mai. Hellrote Aras sind Höhlenbrüter, sie bevorzugen Baumhöhlen oder abgestorbene Palmen als Nistplätze. Ist in einer Höhle die Aufzucht geglückt, wird sie im Normalfall die darauf folgenden Jahre wieder benutzt. Die Reproduktionsrate der Hellroten Aras ist vermutlich eher gering, oftmals misslingt die Aufzucht. Das Gelege besteht aus 1-3 Eiern, die Brutdauer beträgt 26-28 Tage. Nach 90-100 Tagen fliegen die Jungvögel aus. Vermutlich bleiben sie anschließend noch längere Zeit bei den Eltern.

Ernährung:
Körnerfutter, welches vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und sollte in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge ausmachen. Aras besitzen im Vergleich zu anderen Papageienarten einen höheren Fettbedarf. Das Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Kürbiskerne, Kiefernsaat, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn. Nüsse können ab und zu angeboten werden, jedoch muss man immer auf die Qualität (Verpilzungsgefahr!) achten. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter. Zur Fütterung geeignete Sorten sind z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Mandarine, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Neben Frischkost und Körnerfutter sollte ab und zu diverses Zusatzfutter, wie z.B. frische Obstbaumzweige, Mineralstoffgaben, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!) und halbreife Maiskolben gereicht werden.

Zucht:
Die Zucht des Hellroten Aras gelingt regelmäßig. In Außenvolieren schreiten die Vögel meist ab April zur Brut. Die Paare müssen zur Jungenaufzucht unbedingt isoliert werden, häufig zeigen sie sich gegenüber anderen Vögeln und auch gegen den Pfleger sehr aggressiv. Maße für den Nistkasten: 55 cm x 70 cm x 100 cm (Länge x Breite x Höhe), Durchmesser des Einschlupfloches: 22 cm. Der Kasten sollte auch außerhalb der Brutzeit in der Voliere verbleiben, viele Paare benutzen ihn als Schlafplatz. Das Gelege besteht meist aus 1-3 Eiern, welche 25-27 Tage lang bebrütet werden. Nach der Nestlingszeit von ca. 12 Wochen fliegen die Jungvögel aus, sollten anschließend aber unbedingt noch eine längere Zeit bei den Eltern bleiben können. Hellrote Aras sind oftmals recht anfällig für Störungen im Brutablauf, eine Nistkastenkontrolle sollte nur unter großer Vorsicht durchgeführt werden.