Timneh

(Foto rechts: Peter Fuchs)


Man unterscheidet zwischen dem Timneh und dem Kongo-Graupapagei. Der Graupapagei ist wohl der bekannteste und beliebteste Papagei. Trotz großer Zuchtpopulationen werden immer noch große Mengen von Graupapageien aus der Natur entnommen.

Gelegegröße: 3-4     
Brutdauer: 29 Tage
Fütterung: Fertigmischung für Papageien und Frisches Grün, Obst, Maiskolben, Möhren, Zweige
Größe: ca. 33 cm
Verbreitung: Südost-Elfenbeinküste ostwärts bis West-Kenia und südwärts bis Nord-Angola, Süd-Kongo und Nordwest-Tansania; Inseln Fernando Poo und Principé; möglicherweise auch eine isolierte Population im Gebiet des Kilemanjaro, Tansania.

Beschreibung:
Blassgrau bis gelegentlich dunkelgrau; weiße Gesichtsmaske unbefiedert; Kopffedern mit hellem Saum; Bauchfedern mit dunkelgrauem Saum; Unterrücken hellgrau; Handschwingen grauschwärzlich; Unterflügeldecken hellgrau; hintere Oberschwanzdecken und Schwanz rot; Schnabel schwarz; Iris blassgelb; Füße dunkelgrau. Anmerkung: Vögel aus Nigeria haben durchschnittlich dunklere Flügeldecken; Vertreter aus dem Kongo sind durchschnittlichgrößer; gelegentlich auftretende Vögel mit vereinzelten oder vielen lachsrosa Federn liegen in der Gefiedervariationsbreite der Art. Jungtiere wie Altvögel, aber Unterschwanzdecken mit dunkelgrauem Anflug; rote Schwanzfedern mit dunklerer Spitze; Iris grau.

Lebensweise:

Tagsüber paarweise oder in kleinen Gruppen; sammeln sich gegen Abend auf hohen Palmen oder Laubbäumen an Waldrändern. entlang von Flüssen oder Seen; dort Ansammlung von gelegentlich mehreren hundert Vögeln; verlassen Schlafbäume oft schon vor Sonnenaufgang, um zu Nahrungsplätzen zu fliegen; scheu; in der Regel große Fluchtdistanz; besuchen tagsüber Flüsse und Seen, um an deren Rändern Wasser aufzunehmen; kommen ansonsten nicht auf den Boden; Flug schnell und direkt mit schnellen, regelmäßigen Flügelschlägen; während des Fliegens lärmend und auffallend; bei der Nahrungsaufnahme jedoch leise; Rufe bestehen aus Serien lauter Schreie und melodischen Pfeiftönen; Alarmschrei rauh.     

Gefangenschaft:
Mittellaute Papageien mit oft sehr scheuem und ängstlichem Wesen; nur 50 Prozent der Vögel werden zahm oder zutraulich; die anderen bleiben zurückhaltend oder schreckhaft; letztere neigen zu Verhaltensstörungen und rupfen; verkriechen sich bei Annäherung des Pflegers dann oft in eine Käfigecke; beste Nachahmungsfähigkeit unter den Papageien; viele Vögel besitzen ein Assoziationsvermögen; Badebedürfnis unterschiedlich ausgeprägt; nagen gern; regelmäßig frische Zweige anbieten. In jedem Käfig oder jeder Voliere müssen mindestens 3 Sitzstangen stabil angebracht werden, und zwar so, daß möglichst lange Flugstrecken entstehen. Der Durchmesser dieser Stangen sollte so gewählt werden, daß gutes Festhalten mit den Zehen gewährleistet wird. Wenn möglich sollten verschiedene Durchmesser verwendet werden. Zu dicke Sitzstangen können ein Hygieneproblem bereiten, da der Kotabsatz häufig auf der Sitzstange erfolgt. Als Material ist Naturholz mit Rinde am besten.

Ernährung:
Samengemisch aus Kardi, Sonnenblumenkernen, Paddyreis, Weizen, Hafer, Glanz und verschiedenen Hirsesorten; Kolbenhirse; im Frühjahr und Sommer auch gekeimt; wenige Zirbel- und Erdnüsse; verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Weintrauben, Feigen, Pfirsiche und Apfel; halbreifer Mais, Hagebutten, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn usw.); zur Aufzucht Eifutter, Weißbrot und Biskuit; neigen dazu, sich einseitig zu ernähren und dadurch zu verfetten.

Zucht:
Häufig gelungen; Brutbeginn bevorzugt ab Mai; zur Brutzeit Paar in geschützter Voliere unterbringen und Störungen vermeiden; Brutkasten (28 cm x 28 cm x 60 cm); Normalgelege 3 bis 4 Eier; Brutdauer 26 Tage; Nestlingszeit 11 Wochen; Altvögel meist empfindlich gegen Nistkastenkontrollen; Junge 2 bis 3 Wochen nach dem Ausfliegen selbständig.